"Wenn
der Geist durch das Praktizieren von Yoga von allen mentalen
Aktivitäten vollständig zurückgezogen wird, nennt man diese
Stufe der Vollkommenheit Samadhi. Diese Stufe zeichnet sich
dadurch aus, dass man die Fähigkeit erlangt, das Selbst durch
den reinen Geist zu sehen und im Selbst zu genießen und Freude
zu finden. Dieser Zustand ist grenzenloses transzendentales Glück,
der in sich selbst mittels transzendentaler Sinne erlebt wird.
In diesem Zustand weicht man niemals von der Wahrheit ab
und weiß, dass es keinen größeren Gewinn geben kann.... Das
ist in der Tat wirkliche Freiheit von allen Leiden, die aus der
Berührung mit Materie entstehen."
Bhagavad Gita, Kap. 6,
Verse 20-23 |
|
Wenn wir
normalerweise an Meditation denken, dann stellen wir uns
jemanden vor, der mit geschlossenen Augen still dasitzt und an
überhaupt nichts denkt. Andere wiederum verstehen darunter, über
irgend etwas zu meditieren. All das hat jedoch nur sehr wenig
mit wahrer Meditation zu tun. Meditation heißt, dass man sein
Bewusstsein, seinen Geist, sein Herz, seine Liebe auf Gott
richtet.
Die Yogis und
alten Weisheitsschriften sagen übereinstimmend, dass Meditation
im eigentlichen Sinne bedeutet, dass du deinen Geist auf Gott
richtest. Meditation impliziert immer, dass man seine
Aufmerksamkeit oder sein Bewusstsein voll und ganz auf Gott als
das Licht hinter dem Licht richtet und daher mit dem ganzen
Herzen, Gemüt und Geist vollkommen in Gott vertieft ist.
|
|
Solch ein
befreiter Mensch fühlt sich weder zu materieller Sinnenfreude
noch zu äußeren Objekten hingezogen, sondern befindet sich
immer in Trance und genießt Freude im Innern. Auf diese Weise
genießt der Selbstverwirklichte unbegrenztes Glück, denn er
konzentriert sich auf den Höchsten.
Bhagavad Gita, Kap. 5, Vers 21
|