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Saturns Spiegelaspekt zum MC, als Herrscher des zwölften
Hauses, signalisiert in wunderbarer Weise, das K's Lehrthema stets die Wahrheit, die
himmlische
Ordnung und damit die Vermeidung von Konflikten war. Seine besondere
Beobachtungsweise im Lichte der Seele resultiert aus diesem Saturn, der
einen Spiegelaspekt zu Merkur am IC bildet.
Aus
seinem Leben
Geboren
wurde Jiddu Krishnamurti am l2. Mai l895 (11. Mai nach indischem Kalender)
um 00.30 in Mandanapalle in Südindien, als achtes Kind einer orthodoxen
Brahmanen-Familie, im Puja-Raum zur Welt. Nach hinduistischem Glauben ist
dieser Raum heilig und dürfte nicht durch eine Geburt "verunreinigt"
werden. Seine Mutter, der man übersinnliche Fähigkeiten nachsagte, setzte
dies so durch, weil sie an die Heiligkeit dieses Kindes glaubte. Am
nächsten Tag sagte Kumara Shrowthulu, ein angesehener
Astrologe, voraus, dass
Krishnamurti ein großer Lehrer werde, aber auch schwere Hürden zu nehmen
habe. Krishnamurti hatte früh schwere gesundheitliche Probleme,
angefangen mit einem Malariaanfall. 1905 verlor er als 10-Jähriger seine
Mutter und wichtigste Bezugsperson. Sein jüngerer Bruder Nityananda wurde
daraufhin der wichtigste Mensch in seinem Leben.
Als
er im Alter von ca. 14 Jahren von Leadbeater und A. Besant aufgrund seiner
ungewöhnlich reinen Aura entdeckt wurde, begannen sich schnell führende
Persönlichkeiten der damaligen Theosophischen Gesellschaft für ihn zu
interessieren. Schon bald sahen auch innerhalb der Theosophen immer
mehr Menschen den "Weltlehrer" in Krishnamurti. Die Theosophen umfingen
damals etwa 50'000 Mitglieder. Schließlich wurde er
statt Rudolf Steiner von der Theosophische Gesellschaft als der kommende
Weltlehrer proklamiert.
Krishnamurti
erhielt eine sorgfältige Erziehung in Indien und in
England und wurde mit 15 Jahren zum Oberhaupt des weltumspannenden
theosophischen Ordens "Star of the East" ernannt. Mit zu seiner ersten
großen Tat zählte, dass er zum Entsetzen seiner theosophischen
Förderer und der Anhängerschaft diesen Orden am 3. August 1929 auflöste,
die eingezahlten Gelder zurückgab und die vielen Verträge rückgängig
machte, die Mitglieder in Erwartung seines Wirkens mit dem Orden bereits
abgeschlossen hatten. In einer denkwürdigen Rede vor ca. 3.000
Sternenorden-Mitgliedern teilte er seine erste Amtshandlung unter anderem
mit den Worten mit:
"Ich
behaupte, dass die Wahrheit ein wegloses Land ist. - Mein einziges
Interesse besteht darin, den Menschen absolut und unbedingt frei zu
machen."
Zeitlebens
lehnte er einen Gurustatus ab. In über 70 Jahren Lehrtätigkeit bereiste er
beinahe alle Teile der Welt und sprach zu Menschen aller Konfessionen aus
allen sozialen Schichten. Stets betonte er, dass er keine Autorität sei
und jeder nur für wahr und richtig annehmen soll, was der einzelne in
seiner Seele als wahr und richtig empfindet.
"Schaffen
Sie sich bitte kein Bild vom Sprecher. Der Sprecher ist nicht sehr
wertvoll – was bedeutungsvoll ist, ist das, was er sagt"...
(Zitat aus der Rede Nr. 1 in Saanen, 1984)
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