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Krishnamurti geb. 12.05.1895 um 00:30 IST in Madanapalle/Südindien


Jiddu Krishnamurti

geb. 12.05.1895 um 00:30 IST in Madanapalle/Südindien

Kurzdeutung:

wer sich auch nur ein bisschen mit Krishnamurtis Lehre und mit den Grundlagen der Astrologie vertraut gemacht hat, wird durch die Entsprechung AC Wassermann in Quadrat zu Sonne und Uranus hier den großen und unangepassten Lehrer wieder finden, der durch Sonne in Haus 3 durch sein Verhalten sein Wissen demonstriert und verbreitet. Interessant sind in diesem Zusam-menhang sein MC (Berufung) im Zeichen Skorpion und dessen Herrscher Pluto im vierten Haus in Konjunktion mit Neptun, die sehr genau beschreiben, wie und was demonstriert, verbreitet bzw. (durch Neptun) verneint wird:  Hier geht es also um Vorstel-lungsbezogenheit, Leitbildorientiertheit, mentale Verhaftungen, Dogmen, Moral, Anschauungen, Wertvorstellungen, Bilder, die im Lichte der Seele durch das Namenlose (Neptun) aufgelöst werden.
Uranus, als der Herrscher des Aszendenten, befindet sich im Zeichen des Skorpions im neunten Haus, dem Haus der Philosophien und Lehren und signalisiert dadurch, dass K. (Krishnamurti)  den Wandel durch neuzeitliche, außergewöhn-liche Lehren als Folge der Loslösung- und Auflösungsprozesse all jener Werte, Vorstellungen, Anschauungen, Dogmen, Ideo-logien und Bilder umsetzt. Saturns Spiegelaspekt zum MC, als Herrscher des zwölften Hauses, signalisiert in wunderbarer Weise, das K's Lehrthema stets die Wahrheit, die himmlische Ordnung und damit die Vermeidung von Konflikten war. Seine besondere Beobachtungsweise im Lichte der Seele resultiert aus diesem Saturn, der einen Spiegelaspekt zu Merkur am IC bildet.

Aus seinem Leben
Geboren wurde Jiddu Krishnamurti am l2. Mai l895 (11. Mai nach indischem Kalender) um 00.30 in Mandanapalle in Südindien, als achtes Kind einer orthodoxen Brahmanen-Familie, im Puja-Raum zur Welt. Nach hinduistischem Glauben ist dieser Raum heilig und dürfte nicht durch eine Geburt "verunreinigt" werden. Seine Mutter, der man übersinnliche Fähigkeiten nachsagte, setzte dies so durch, weil sie an die Heiligkeit dieses Kindes glaubte. Am nächsten Tag sagte Kumara Shrowthulu, ein angesehener Astrologe, voraus, dass Krishnamurti ein großer Lehrer werde, aber auch schwere Hürden zu nehmen habe.  Krishnamurti hatte früh schwere gesundheitliche Probleme, angefangen mit einem Malariaanfall. 1905 verlor er als 10-Jähriger seine Mutter und wichtigste Bezugsperson. Sein jüngerer Bruder Nityananda wurde daraufhin der wichtigste Mensch in seinem Leben. Als er im Alter von ca. 14 Jahren von Leadbeater und A. Besant aufgrund seiner ungewöhnlich reinen Aura entdeckt wurde, begannen sich schnell führende Persönlichkeiten der damaligen Theosophischen Gesellschaft für ihn zu interessieren. Schon bald sahen auch innerhalb der Theosophen immer mehr Menschen den "Weltlehrer" in Krishnamurti. Die Theosophen umfingen damals etwa 50'000 Mitglieder. Schließlich wurde er statt Rudolf Steiner von der Theosophische Gesellschaft als der kommende Weltlehrer proklamiert.

Krishnamurti erhielt eine sorgfältige Erziehung in Indien und in England und wurde  mit 15 Jahren zum Oberhaupt des weltumspannenden theosophischen Ordens "Star of the East" ernannt. Mit zu seiner ersten großen Tat zählte, dass er zum Entsetzen  seiner theosophischen Förderer und der Anhängerschaft diesen Orden am 3. August 1929 auflöste, die eingezahlten Gelder zurückgab und die vielen Verträge rückgängig machte, die Mitglieder in Erwartung seines Wirkens mit dem Orden bereits abgeschlossen hatten. In einer denkwürdigen Rede vor ca. 3.000 Sternenorden-Mitgliedern teilte er seine erste Amtshandlung unter anderem mit den Worten mit:

 "Ich behaupte, dass die Wahrheit ein wegloses Land ist. - Mein einziges Interesse besteht darin, den Menschen absolut und unbedingt frei zu machen."

Zeitlebens lehnte er einen Gurustatus ab. In über 70 Jahren Lehrtätigkeit bereiste er beinahe alle Teile der Welt und sprach zu Menschen aller Konfessionen aus allen sozialen Schichten. Stets betonte er, dass er keine Autorität sei und jeder nur für wahr und richtig annehmen soll, was der einzelne in seiner Seele als wahr und richtig empfindet.

"Schaffen Sie sich bitte kein Bild vom Sprecher. Der Sprecher ist nicht sehr wertvoll – was bedeutungsvoll ist, ist das, was er sagt"...

(Zitat aus der Rede Nr. 1 in Saanen, 1984)
 

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