| Fortsetzung:
Was unterscheidet esoterische von psychologischer
bzw. normaler Astrologie? |
... Das 7. Haus als das 1. des III.
Quadranten steht im klassischen Sinne für all die Begegnungen bzw. Partner,
die uns den Part unseres Bewusstseins widerspiegeln, der uns noch nicht
bewusst ist, uns also dual in Form einer realen Person wieder gespiegelt
werden muss. Solch eine Person, als Part von uns (1.Haus), muss zuvor als
solcher erkannt, anerkannt und ins tägliche Bewusstsein integriert werden. -
Das 8. Haus steht im klassischen Sinne für den Tod alles Materiellen, doch es
ist damit auch ein spezielles Bewusstseinshaus, das es ermöglicht, uns an
geistige Themen und Inhalte, Ideologien oder auch Partner statt an Materielles
zu binden. Eine geistige Bindung kann niemals materieller Natur sein; denn sie
ist erst dann möglich, wenn das Materielle gestorben ist. Damit hat der Tod
für den Spirituellen und Geistesmenschen eine ganz andere Bedeutung als für
den Materialisten. - Im 9. Haus schließlich entwickelt und entfaltet sich
diese geistige Bindung als Wert weiter bis zu jener Schwelle, die
durch den . im
persönlichen Häusersystem bzw. Saturn im Tierkreis symbolisiert wird.
Fragen wir Meister Eckehart, wie dieser Übergang zu
vollziehen ist, würde er mit den folgenden seiner Worte antworten:
„Die Zeit ist das, was das Licht hindert, zu uns zu dringen. Es gibt kein
größeres Hindernis für Gott (Bewusstsein der als Einheit) als die Zeit.“
Der Schlüssel zur Ewigkeit und damit zum
IV. Quadranten liegt also tatsächlich in Saturn (Chronos), dem Hüter der
Schwelle, dem Synonym für die Zeit, für das Karma und damit in der Bestimmung
(.) eines jeden Menschen.
Wie spirituell armselig mutet es da doch an, wenn heutzutage von jenen
ganzheitlichen psychologisch geschulten Astrologen der
. seiner erhabenen
spirituellen Bestimmung beraubt reduziert wird zu nichts weiter als einem
Signifikator für den Beruf und dessen gesellschaftlicher mehr oder weniger
erfolgreichen Ausübung im soziokulturellen oder auch pekuniärem Sinne!
Der
. zeigt aus dem IV.
Quadranten kommend und damit spirituell die Art und Weise auf wie die Zeit
als Barriere zum IV. Quadranten vor dem Hintergrund unseres individuellen
Karmas zu überwinden ist. Grundsätzlich gilt: Wenn alles Karma ausgeglichen
ist, der Mensch an keine guten oder schlechten Taten mehr gebunden und damit
fähig ist im Hier und Jetzt zu leben, ist der Übergang frei ins spirituelle
Reich und damit den vierten Quadranten. Dieser Übergang kann sich niemals in
der Zukunft ereignen, sondern einzig und allein im Hier und Jetzt! Falls Karma
jedoch noch vorhanden ist, können wir nur kurz im Hier und Jetzt verweilen;
denn unsere in der Vergangenheit gemachten Taten, Erfahrungen und Bewertungen
binden uns aus der Vergangenheit kommend an die Zukunft, in der wir das daraus
resultierende Karma als Folge des ewigen Gesetzes: „Du erntest was du säest“
als Bindung erleiden müssen. So sind wir auf vielfältige Weise geprägt blind
und unfrei für die wirkliche Gegenwart. Durch die Übertragung unseres bereits
Erlebten, durch all das Erfahrene auf die Gegenwart bzw. die daraus
resultierenden Projektionen in die Zukunft spalten wir uns immer wieder
zumindest in zwei Teile, in den Teil, den wir glauben zu sein und den, den wir
meinen erreichen zu müssen. Solange diese bewusstseinsmäßige Spaltung und
damit ein innerer Konflikt besteht, ist der Eintritt in spirituelle Reich (IV.
Quadrant) bzw. die Einheit nicht möglich. Das schmale Tor in jenes Reich, jene
Einheit ist das ungeteilte und damit ganzheitliche Hier und Jetzt! Doch wie
gelangen wir ins Hier und Jetzt bzw. in die heilige heilende Gegenwart? Haben
wir den Schlüssel dazu durch den Sturz aus dem Paradies verloren, müssen wir
erst wach ins wirkliche Leben und damit die Gegenwart geküsst werden?
„Wer wird das Herz des Menschen halten, so dass es stillstehen kann und
sehen, wie die Ewigkeit, die immer stillsteht, weder vergangen noch zukünftig
ist, die vergangenen und zukünftigen Zeiten hervorbringt?“
HL. Augustinus
Es ist die reine Anschauung frei von
jeder Wertung, Bewertung oder jedem Wunsch und sei es auch nur nach Bewahrung
oder einer Wiederholung, die diesen Zauber in unserem Herzen zu vollziehen
vermag. Es sind die kurze Momente, in denen wir staunend den Sternenhimmel
betrachten, versunken den Sonnenuntergang im Meer beobachten oder auf dem
Bergesgipfel den Himmel berühren. Es sind die Momente, die frei von jedem
Denkprozess uns das Gegenwärtige erleben lassen, indem sie uns mitsamt unseren
Sorgen und Nöten, unserer Vergangenheit und möglichen Zukunft vergessen
lassen. In solchen Momenten sind wir in der Mitte, in Meditation und haben
damit einen Schritt in den vierten Quadranten vollzogen.
Der III. Quadrant, in dem das Denken,
Erkennen und Bewusstsein Zuhause sind, trennt also lediglich die Zeit vom
zeitlosen vierten Quadranten. Solange wir denken, trennen, spalten wir in gut
und böse gemäß unserem Bewusstsein, doch verhindern dadurch wahres Bewusstsein
und damit die wahre Wahrnehmung dessen, was keine Trennung kennt, sondern
nichts als die große Einheit ist.
„Das ewige Leben gehört jenen, die in der Gegenwart leben“
Wittgenstein
Der III.
Quadrant ist der Ort, an dem wir unserem trainierten und konditionierten
Denken und damit Bewusstsein gemäß analysieren, teilen, spalten und bewerten,
doch damit stets trennen was in Wirklichkeit zusammengehört. Jede Trennung,
Teilung oder Bewertung verhindert die Wahrnehmung des Ganzen und damit der
Wirklichkeit im Hier und Jetzt hinter der so genannten Realität. Jene von
unserem Denken und Bewusstsein geschaffene Realität, die nichts anderes ist
als ein Produkt unserer kollektiven Erfahrungen, Vorstellungen, Erwartungen,
Wünsche, Hoffnungen und Ängste. Solange wir glauben, dass die Zukunft unser
Problem lösen oder uns die ersehnte Erleuchtung bringen wird, sind wir blind
für die Wirklichkeit im Hier und Jetzt und unfähig, jenen bedeutsamen Schritt
vom III. in den IV. Quadranten zu tun. So lange wir an unserer Vergangenheit
festhalten und diese weiterhin - nur besser - in die Zukunft
produzieren, sind wir Saturns Sklave und damit Gefangene des III. Quadranten.
Erst wenn wir unser größtes
Erbe, nämlich die von Jesus uns garantierte Vollkommenheit
„Ihr sollt vollkommen werden wie der Vater im Himmel“
als Tatsache und Bestimmung des IV.
Quadranten erkannt haben, können wir die vielleicht größte und schönste
Möglichkeit des III. Quadranten in dem Sinne nutzen, die Albert Schweitzer
einmal so treffend formuliert hat:
„Die größte Entdeckung jeder Generation ist die, dass Menschen ihr Leben
ändern können, indem sie ihre geistige Einstellung ändern.“
Albert Schweitzer
Der Schlüssel zu unserem spirituellen
Heil liegt also primär im III. Quadranten und damit im rechten Gebrauch
unseres Denkvermögens zur Schaffung des rechten Bewusstseins, das im Hier und
Jetzt und damit in der Ewigkeit verweilt. Erst dann öffnet Saturn seine Pforte
und lässt uns eintreten ins spirituelle Reich, ins Reich Gottes in dem wir
unsere letztendliche Bestimmung erfüllen.
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